bluehouse Blog

Was wird aus dem Internet Explorer 6

28.2.2009

no ie6

Nichts ist so sicher, wie die regelmäßig aufkeimende Diskussion unter Web-Designern/-Developern, bezüglich der Verhaltensweise gegenüber dem berüchtigten Web-Browser aus Redmond: Dem Internet Explorer 6. Dieser ist mittlerweile 8 Jahre alt (Browserjahre sind Hundejahre!) und hat zwei größere Brüder, den Internet Explorer 7 & 8.

Wer ernsthaft Webseiten entwickelt, kommt trotzdem nicht umhin, die nötigen Anpassungen für den IE6 vorzunehmen. Und das kann viel Zeit und Nerven kosten, denn an Web-Standards hält sich dieser Browser nur teilweise. Der Hass unter den Entwicklern sitzt dementsprechend tief.

So wurden viele Webseiten gelauncht, die gegen den IE6 Stimmung machen, z.B StopIE6.org, Ⅰ dropped IE6 oder auch StopIE6.com. Wie man unschwer erkennt, ist eine gewisse Redundanz identifizierbar.

Alternativ werden Banner auf Webseiten geschaltet, die nur für IE6-Nutzer sichtbar sind und diese darauf hinweisen, dass sie einen veralteten, mit mannigfaltigen Sicherheitslücken versehenen Browser benutzen, und doch bitte auf einen modernen Browser umsteigen sollen. So macht es Google und auch ich habe mich auf meinem Blog für diese Variante entschieden.

Wieder andere mahnen zur Besonnenheit und weisen daraufhin, dass viele Menschen an ihrem Arbeitsplatz gezwungen sind den IE6 zu nutzen. Ein Umstand, der regelmäßig dazu führt, dass die Anteile dieses Browsers am Wochenende in den Keller gehen, wenn die Menschen zu hause sind und mit einem modernen Browser ins Netz gehen.

Für eine Agentur fällt die Entscheidung, was man macht relativ leicht: Man unterstützt den IE6 auch weiterhin. Schließlich kann man seinen Kunden schlecht erklären, dass man sich aus persönlichen Gründen dafür entschieden hat, nicht mehr für den IE6 zu entwickeln. Im besten Falle erntet man daraufhin ungläubiges Staunen. Wahrscheinlicher ist jedoch ein Entzug des Auftrags.

Trotzdem freue ich mich auf den Tag, an dem der Anteil des IE6 auf unter einen Prozent gefallen ist. Und ich weiß auch jetzt schon, dass ich, bevor ich darüber eine Flasche Sekt aufmache, meinen Groll auf den größeren Bruder IE7 richten werde. Aber was soll man machen?

Er wird genutzt — er wird unterstützt.

(Quelle: Web Resources Depot)
(Bild: Chiara Marra unter CC-Lizenz)

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